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Mit kleinen Schwächen
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Einführung in die Dramenanalyse (Broschiert) Leider versucht der Autor anfangs zu beweisen, dass er Haare noch genauer spalten kann, als die böse Konkurrenz. Im Hinblick darauf, dass das Buch sich als Einführung bezeichnet und an eine mit dem Dramenthema weniger vertraute Leserschaft richtet, ist solch ein Anfang bestenfalls vertan und wird einige Leser dazu verleiten, das Buch zuzuklappen. Dieses eitelkeitsgeborene Zeug gehört ganz raus oder wenigsten nach hinten.
In der Folge bemüht Asmuth sich, den Stoff verständlich und beispielhaft aufzubereiten, was ihm nicht immer gelingt. Warum dann 4 Sterne? Weil "Die Einführung in die Dramenanalyse" in grandioser Weise das enthält, wonach ich schon die ganze Zeit sehnsüchtig gelechzt habe, und was auch kein Sol Stein bietet, einen Überblick über das große Ganze anstelle von Verbalakrobatik oder klischeeisierter Banalschreibgrundsätze. In der Dramatik sind die sonstigen Schreibratgeber ratlos. Die Vorzüge dieses Buches sind: 1. So wird endlich Handlung und Charakteristik gegeneinander gestellt unter der zentralen Frage: Was ist wichtiger? 2 Die Arten der Handlung: einfache und verflochtene, Handlungskern und -schema, Haupt- und Nebenhandlung, episodische Zutaten, Rohstoff und literarisch gestalteter Stoff werden erörtert 3. Der qualvollen Frage, was die Figuren sagen sollen, wird mit: Redezielen, Umgebung, Kommunikationsbedingungen (muss die Figur schreien aufgrund von Lärm?), persönliches Verhältnis der 4. Gesprächspartner, individueller Redestil und seelischer Verfassung auf den Grund gegangen.
Es gibt noch mehr Punkte, die ich für weniger wichtig halte oder die ich auch nicht verstand aus oben ausgeführten Gründen. Für einen Schreiber ist das Buch ein Muss, weil es Gestaltungslücken füllen hilft. Einen Stern Abzug, weil Asmuth manchmal vergisst, an wen er schreibt.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 28. August 2010 |