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zu recht als Meisterwerk anerkannt
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Rezension bezieht sich auf: Mutter Courage und ihre Kinder: Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg (edition suhrkamp) (Taschenbuch) Anscheinend haben meine Vorredner nicht viel verstanden!!! Die Songs zum Beispiel sind ein altgediegenes Mittel des epischen Theaters, um den Zuschauer die Möglichkeit zu geben, Transfer auf die eigene Situation zu leisten. „Mutter Courage und ihre Kinder" ist ein Lehrstück. Der Zuschauer soll nicht aus dem Theater gehen mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach dem Motto; mein Gott war das aber ein schöner Abend, sondern er soll sich seinen Teil dazu denken. Darüber hinaus scheint es mir so , dass die Tatsache, diese Drama schulischen Zweckes lesen zu müssen, zu einer Abwertung geführt hat. Schließlich ist ja alles was mit Schule zu tun hat langweilig uns sinnlos. Dieses Drama ist ein typischer Brecht und eignet sich gerade für Anfänger, da die Kernaussage nicht gerade schwer zu deuten ist. Seinen Reiz verliert es dadurch trotzdem nicht. Wer gerne Knobeln möchte, kann ja Kreuzworträtsel lösen gehen, aber soll Rätsel nicht in diesem Stück erwarten. Die Kernaussage findet sich in vielen kleinen Details wieder, die man erst mal entdecken muss. Es macht durchaus Spaß, sich das, was Brecht sich dabei gedacht hat (die Idee des Kommunismus zu verwirklichen), Reepheu passieren zu lassen; im Hinterkopf die zeitgemäße Tatsache, dass der Kommunismus nicht funktioniert hat. Mich hat es auf jeden Fall zum Denken angeregt und dazu geführt, unser jetziges Gesellschaftssystem in Frage zu stellen.
Ich würde jeden empfehlen, wenigstens einmal ein Drama von Brecht zu lesen. Und warum nicht dieses???
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 25. Februar 2003 |